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Donnerstag, 20. Februar 2025

Menschen 53

Nichts, das ihn ausmachte, gab Aufschluss darüber, dass er den Gehwagen, den er bei sich trug, selbst benötigte. Jenen neben einem kleinen Koffer in der Hand, vor dem Seniorenheim auf das Taxi wartend.Seine Stimmung verriet den Verlust, den er zu beklagen hatte. Der Inhalt eines winzigen Koffers. Alles, das von einem Leben blieb? Der verzichtbarste Teil eines gelebten Lebens, höre ich ihn sagen. Was bleibt, sind Erinnerungen an ein reiches, ein bewegtes Leben. Werte, um die es geht.

Mittwoch, 14. Februar 2024

Menschen 52

Meine Sorge, den mir zwar unliebsam doch mit den Jahren vertraut gewordenen Ort zu verlassen, galt vor allem dem Umstand, gewisse Begegnungen mit mir aus besonderem Grund nahestehenden Personen nicht mehr zu erfahren.

Schon in den ersten Wochen an neuem Ort jedoch wurde mir bewusst, dass sie überall sind. Sie, die nicht jeder sieht.

Er lächelte mir schon aus einiger Entfernung entgegen.  Dieser Blick, dem ich,  sein Lächeln erwidernd, stand hielt. Ich spürte ihn noch, als ich längst vorüber war. Beim Umschauen schließlich, war der Platz leer, auf dem er saß.

Mittwoch, 3. Januar 2024

Menschen 51

Ihnen, die in die Schlachten zogen, die Kriege der Vergangenheit, getrieben von Lügen,  brannte sich ihr Bild unauslöschlich ins Bewusstsein. Sie, die heimkamen, wussten es. Gelobten mahnend, nie wieder Dies. 

Sie, die Kinder, sahen die Väter. Ihre furchtbaren Träume. Bilder, die sie heimsuchten. Nacht für Nacht schreiend. Erloschene Leben. Zerstörte Familien. 

Sie, zum Manne gereift, hätten es überwinden können, doch zogen erneut in die Kriege. Der Gegenwart. Getrieben von Lügen. Dem Vaterland schuldig, dass Leben zu opfern. Für die Freiheit, die keine ist. 

Ein ewiger Kreislauf.

Donnerstag, 21. Dezember 2023

Menschen 50

Es war diese Situation, die sie nur schwerlich erfassten, weil sie keinerlei Entsprechung  zu ihr fanden. Nichts wäre mehr wie zuvor.  Nur das Wissen, dass es wäre. Wenn auch nicht, wie es wäre. Von einem Moment auf den anderen Verhältnisse, die man bestenfalls aus den Medien, oder eben von jenen kannte, die es kannten.  Was mitnehmen, wenn es einträfe? Was, wenn das Wenigste schon zuviel wäre?  Trieb sie  Angst?  Sie und ihn?  Die Jüngeren sahen es noch als großes Abenteuer. Jeder einen Koffer. Einen Rucksack. Listen wurde erstellt. Jedes Detail, jedes Gepäckstück absurd? Unnötiger Ballast. Träfe es ein, ginge es um nichts als das Leben. Nicht einmal mehr um das Wie.

Dienstag, 12. Dezember 2023

Menschen 49

Sie, derer ich glaubte einer zu sein, sagten, ich würde nicht zu ihnen passen. Ich empfand es als Kompliment!

Freitag, 21. Juli 2023

Menschen 48

Von seinem Platz an dem kleinen Tisch, sah er zur metallbeschlagenen Tür hinüber, die sich nur von außen öffnen lies. Sie, jenseits der Tür, sperrten ihn ein.  Abend für Abend.  Sie wussten es nicht besser. Er, sperrte sie aus.

Dienstag, 11. Juli 2023

Menschen 47

Das kleine Schokoladentäfelchen, das der Kassierer jedem Kunden mit einem freundlichen „Happy Halloween“ überreichte, das dieser aus eigener Tasche bezahlte, stimmte ihn froh.
Die Tasse Kaffee, die er gewohnheitsgemäß im Café auf seinem Weg zu sich nahm. Die ihm, ungeachtet des Umstands, dass er nicht genügend Geld bei sich trug, vom Kellner, der ihn kannte, serviert wurde, lies ihn lächeln an diesem Tag, an dem er an jene dachte, die spottete über ihn, weil er sich nicht zu wehr setze gegen Ignoranz, Gleichgültigkeit, geitige Armut.
Spötter,  denen er keine Schokolade, keine Tasse Kaffee wert war. 
 





Donnerstag, 1. Juni 2023

Menschen 46

Man wusste ihr auf keine andere Weise zu helfen, als sie einzuweisen. Stationär. Geschlossen. 
„Wohin möchten Sie?“, fragte der Diensthabende an der Pforte. "Gehen Sie den langen Gang am Ende des Flures links. Dann können Sie es nicht verfehlen.“ Ein schmuckloser Gang, vorbei an leeren Müllbehältern,  Bettenlagern, Technikräumen, Werkstätten. Schließlich eine Tür. Milchglas. Verschlossen. Mit einer Klingel versehen.
Man wusste ihr nicht anders zu helfen, als sie auszuweisen. Für ihr Anderssein.
Auf einer Krankenstation. Jenseits der Welt. Weit jenseits jeder anderen Einrichtung der Klinik.

Samstag, 20. Mai 2023

Menschen 45

Wenn er an diese Stadt dachte, waren es weniger die Bilder, die sich den flüchtigen Blicken der Wochenend-Touristen offenbarten. Weniger die Eindrücke, die die Hochglanzbroschüren, die Internetseiten mutierter Reiseveranstalter, die manipulierten Kundenbewertungen wiedergaben in ihrem Bemühen, den legendären Charme des Savoir Vivre zu beschreiben, was hauptsächlich dem Absatz billiger Souvenirs made in Taiwan sowie schlechten Kaffees zu überhöhten Preisen diente.

Wenn er an diese Stadt dachte, waren es die kleinen Cafés mit ihrem abgewetzten Plüsch. Waren es die Bars und Bistros jenseits der ausgetretenen touristischen Pfade. Jenseits jeder Erreichbarkeit klimatisierter Sightseeing-Busse. Waren es die Haussmann-Fassaden, die den Geist der Belle Époque, des Fin de Siècle, des Dekadentismus widerspiegelten, hinter deren Fenstern und Portalen sich Geschichte zutrug, die in seiner Phantasie noch immer existierte.

Was er auf seinen Exkursionen durch die nächtliche Stadt fand, waren die Stimmungen, die sich Rilke in Gestalt seines Malte Laurids Brigge offenbarten. War es das, was Hemingway in seiner Hommage an diese Stadt als ein Fest fürs Leben beschrieb. War es das, was er in der winzigen Chocolaterie in einer schäbigen Seitenstraße fand, in der er mit seinem Mädchen saß, den besten Crêpe seines Lebens verzehrte, dem Kellner zuhörte, der in einer für ihn fremden Sprache unendliche Monologe hielt, deren Inhalt er trotz seiner Unkenntnis verstand. War diese Metro-Linie, die er nur aus dem einen Grund wieder und wieder fuhr, der Originalität der Lautsprecheransage in ihrem Hinweis auf die nun folgende Haltestation: „Saint-Germain-de-Prés? Saint-Germain-de-Prés!“ einmal als Frage, dass zweite Mal als Antwort formuliert, zu folgen.

Es sind die Versatzstücke, die in einer Symbiose aus Gegenwart und lebendiger Vergangenheit, aus Wirklichkeit und Legende, aus Ihren Farben und Gerüchen, Ihren Menschen, Ihrem Lärm und der Stille verwinkelter Gassen, die Besonderheit dieser Stadt ausmachen, die sich dem offenbart, der bereit ist sich einzulassen.



Donnerstag, 18. Mai 2023

Menschen 44

Es ist eine Art Verlies. Es gibt ein Fenster. Es ist zu öffnen. Es geht auf einen Park hinaus. Ich habe alles was ich brauche. Bücher. Kerzen. Die Liebe zu den Dingen, die mich umgeben. Ich verlasse das Haus um ins Café zu gehen. Um in den Park zu gehen. Manchmal, um einige Einkäufe zu tätigen. Theater, Lesungen, Kino und  Ausstellungen, längst nicht mehr. Reisen, noch im Geiste. Denken, unablässig. Suche nach Inspiration. Doch im eingeschränkten Radius.  Ich mag nichts anderes mehr. Nichts ist mir ferner als...

Dienstag, 16. Mai 2023

Menschen 43

Ich sah ihn nie kommen. Nie gehen. Er war da, wenn ich es war. Ich erwähnte ihn bereits. Er kam mir stets entgegen auf meinem Weg. Hatte nie dieselbe Richtung. Auf übrigen Wegen begegnete er mir häufig in vielfältigster Gestalt. Er war der Alte im Café, der mit dem Tag verschwand, da ich ihn fragte, wer er sei. Er war jener, den ich Kafka nannte, weil er von Statur und Gebärden diesem sehr glich. Er zeigte sich in unzähligen Gestalten, die sich für Momente meiner Wahrnehmung offenbarten, um Sekunden darauf wieder aus meinem Blick zu verschwinden, als hätte es sie nie gegeben. Und nun: Ich könnte Ihn fragen, woher er kommt. Wohin er geht. Ungeachtet der Möglichkeit, dass die Frage sich in seinem Verschwinden beantwortet.

Dienstag, 2. Mai 2023

Menschen 42

Jeder find seine Aufgabe im Gefüge. Seine, des Stadtwanderers, bestand darin,  den Inhalt öffentlicher Bücherschränke in gewissenhafter Sorgfalt nach Titel und Autoren zu sortieren, sowie Nutzern, die in unsachgemäßer Weise seine Mühe geringschätzten, in einer für ihn angemessenen Form zurechtzuweisen.

Sonntag, 30. April 2023

Menschen 41

Sie sagte, ich stünde mir bei vielen Eigenschaften, der mich ausmachen, selbst im Weg. Ich las ihr eine kurze Geschichte vor in der es um Menschlichkeit, um Liebe, um Hoffnung ging. Sie sagte es, als meine Stimme ein wenig brach beim Lesen.

Menschen 40

Es war der Vorabend dieses Festes, an dem einmal jährlich Begriffe wie Nächstenliebe, Herzenswärme, Geborgenheit zu Ritualen werden. Es gab keinen konkreten Grund für seinen Besuch. Ebenso wie der Zeitpunkt willkürlich gewählt war. Jenes Fest bedeutete ihm nichts. Jedenfalls nicht im Sinne dessen, was die meisten Menschen ihm für gewöhnlich beimaßen. So hatte er es auch nicht eilig, sein Ziel zu erreichen. Im Gegenteil. Es schien, als zögerte er die Ankunft bewusst hinaus.
Es war der letzte Zug dieses Tages, der ihn brachte. Den einzigen Fahrgast, der hier den Zug verließ. Der die behagliche Wärme des Abteils nun gegen eine unwirtliche, nasskalte Winternacht tauschen sollte.
Die Ledersohlen seiner eleganten Schuhe hallten wider vom nassen Asphalt des letzten Stück Weges, dessen Vertrautheit er sich nur widerstrebend eingestand. Alles, das diesen Ort ausmachte, widerstrebte ihm, wenn er auch wusste, dass es weniger die Stadt an sich war, als die Erinnerungen, die er mit ihr verband. Er wusste nicht, was er hier sollte. Was ihn an diesen Ort führte. Wie lange er bleiben würde. Und doch trieb ihn eine Kraft, die unerklärlich schien. Die nicht greifbar war. Etwas in seinem Inneren, dass ihm diesen Weg wies. So lief er gleichmütigen Schrittes durch die Nacht. Den Mantelkragen hochgeschlagen. Den Schal fester um den Hals gewickelt. Obschon er weder die Nässe noch die Kälte, die seine Kleider langsam durchdrang, bald nicht mehr spürte.
Die alte Frau öffnete ihm. Eine kurze, unterkühlte Begrüßung. Es war spät. Unter diesem Vorwand zog er sich sogleich zurück in dieses Zimmer, das ihn in seiner schmucklosen, fast schäbig anmutenden Nüchternheit schon zu erwarten schien.

Dass er sich von ihnen, den Menschen dieser Stadt ausnahm, anders war als sie, die hier nie weg kamen, anders als die, in deren Mienen sich die Farblosigkeit der Stadt reflektierte oder jene, die kaum von Neugier getrieben die Vielfalt der Welt bestenfalls aus den Schlagzeilen einer großformatigen Tageszeitung entnahmen, deren Anspruch ans Leben sich im Konsum von 150 TV Kanälen zu erschöpfen schien, denen das Café, das er vergeblich suchte, ein billiger Backshop war, der ein Produkt verkaufte, deren Qualität sich über geschickt inszenierte Werbeformate, kaum aber über das, was man hinlänglich als Wahrnehmung bezeichnet, - eine Eigenschaft, die seinem steten analytischen Blick für die Dinge die seine Welt ausmachten voranstand, war ihm allgegenwärtig.

Er spürte ihre Blicke. Blicke, in denen er Fragen las. Aber so wenig sie erkannten, erkannte auch er. Schemenhafte Vermutungen bestenfalls. Er tauchte auf und würde wieder verschwinden. In ihrer Wahrnehmung versandete die Frage, wer er sei.
Der Gedanke, ihm schon einmal begegnet zu sein. In seiner eigenen würden die Erinnerungen weiter bestehen. Erinnerungen an seine Vergangenheit. An ein gemeinsames Stück Weg mit ihnen, denen er damals so wenig glich wie heute. Er fühlte das. man sich nach ihm umdrehte. Ihren Blicken im Vorübergehen hielt er sehr bewusst stand, bemüht jedoch den stummen fragen keine Antwort zu schenken.

Und so suchte er die Orte, die Wege seiner Vergangenheit.

Und er sah sich wieder als der, der er war, als er ging in dieser Nacht damals. Als der, der sich schwor, diese Stadt, diese Wege nie mehr zu betreten. Und er sah sich flüchten vor denen, die ihn verachteten. Ihn verspotteten. Und er sah den Jungen mit gebeugter Haltung. Gebeugter Seele. Mit Narben auf der Seele. Unterdrückten Tränen, weil man nicht schwach war, nicht weinte in der Welt, in die er geboren wurde. In dem Haus, in dem er nun saß. Nachdachte über gestern und heute. Über das Band zwischen gestern und heute, das er Zeit seines Lebens zu zertrennen suchte. Es versuche, doch davon abließ aus Angst, denn das Heute ist nichts ohne das Gestern.

Tage, Nächte nach seiner Ankunft stand er wieder am Bahnsteig. Nacht. Menschenleer, verregnet. Er würde den Zug besteigen. Die Türen würden sich schließen. Der Zug sich in Bewegung setzen. Wie ein Dieb in der Nacht war er gekommen. Ebenso schlich er sich davon. Davon, in das Nichts seiner Existenz. Der ewig Suchende nach etwas, das er nicht einmal mehr benennen konnte. Eine einzige Frage stellte sich ihm im Moment, da er den Fuß auf die Schwelle der Waggontür setzte...

Und er dachte an den jungen Mann in jener Nacht vor 40 Jahren. Den Jungen, der sich auf den Weg machte zu Zielen, die bestenfalls in seiner Phantasie existierten. Einer Phantasie aber, die ihm in den schlimmsten Momenten seines Lebens Schutz bot. Die aber auch sein Anderssein begründete. Sein nirgendwo Dazugehören, weil er Dinge sah, die ihnen verschlossen blieben. Weil er fühlte, hörte, wahrnahm mit allen ihm gegebenen Sinnen. Weil dies sein Wesen und dessen Besonderheit darstellte, das ihm damals wie heute zum Außenseiter machte. An diesem wie an jedem anderen Ort seines Lebens.




Donnerstag, 15. Dezember 2022

Menschen 39

Plötzlich reißt es ab. Das Stimmengewirr. Wie durch das Zeichen einer unsichtbaren Hand. Momente darauf setzt es erneut ein. Verschmilzt mit dem Ächzen der Kaffeemaschine. Dem Klappern von  Geschirr. Dem Geräusch rückender Stühle. Der allerorts aufmerksamen, stets diskreten Frage des Kellners, ob es noch etwas sein dürfe... zu einer Symphonie des Kaffeehauses. Nie sich aufdrängen aber. Inspirierend viel mehr in meinem Denken. Meinem Schreiben. Am Tisch im Eck. Inmitten des Lebens

Montag, 14. November 2022

Menschen 38

Er verstand sich als redegewandter Mensch, der, was er sagte, durchdachte. Konkretisierte. Ein auf Fragen um ausführliche Antworten bemühter, was manchem missfiel. Jemand fragte ihn, mehr oder weniger ungehalten, ob er nicht einfach mit einem klaren Ja oder Nein antworten könne. „Nein!“

Sonntag, 13. November 2022

Menschen 37

Er kommt nicht mehr.  Er, von dem ich immer wieder berichtete. Er, dem ich Tag für Tag auf meiner Runde im Park begegnete. Auf seiner Bank sitzend. Denkend. Schweigend. Ein Blick, ein Lächeln, ein paar freundliche Worte.  Bis morgen dann.  Hier im Park. An seiner Bank. Seit Wochen bleibt sie leer. Seine Bank. Sie, der ich erzählte von Ihm, warf ein, er mag verhindert sein. Krank womöglich. Ich aber weiß, er kommt nicht mehr. Der Fremde, der nicht fremd blieb, als er mich nach meinem Namen fragte. Am Tag, bevor er verschwand.   Gestern nun nahm ich Platz auf der Bank im hinteren Winkel des Parks. Seine Bank. Den Vorübergehenden nachsehend. Ihnen entgegen sehend. Ein Lächeln, ein paar freundliche Worte...

Freitag, 11. November 2022

Menschen 36

Wenn man ihm einen Kaffee spendierte, erzähle er aus seinem Leben. Wenn man ihm aufmerksam zuhörte, fand man sich selbst in seinen Ausführungen. Wenn man ihm in die Augen sah, erkannte man vielleicht die Lösung für sich.

Mittwoch, 9. November 2022

Menschen 35

Die Frage, wer er sei, richte ich vordergründig an mich selbst. Er, den ich schon erwähnte. Er, dem ich nun schon im zweiten Jahr Abend für Abend begegne auf meiner Runde durch den Park. Auf seiner Bank sitzend. Am Rande des Parks. Schweigend. Denkend. Wartend auf etwas, dass doch nichts eintrifft. Ich, dem er Abend für Abend im Park begegnet. Meist zwei oder drei Bänke entfernt von ihm. Fragt er sich, wer ich sei? Was wäre die Antwort? Ein Schweigender vor dem Lärm der Welt? Ein Denkender? Fragenstellender? Wie aber lautet die Frage? Und fände ich die Antwort, was fing ich an mit ihr?

Menschen 34

War einer von vielen, die an diesem Vormittag in den endlosen Korridoren des Behördenbaus, vor den Türen der Büros, die jeweils grün und rot leuchtenden Lampen im Blick, wohl Stunden auf Einlass warteten. Waren drei Beamte des Hauses, die an den Wänden der Korridore, bald in stoischer, bald beseelter Gelassenheit, Bilder aufhängten.