Montag, 23. März 2026

"Alle Räder stehen still, wenn dein starker Arm es will" (Georg Herwegh 1893)

Arbeitskampf um sozialere Arbeitsbedingungen, gestern wie heute:

Gewerkschaften rufen zum Ausstand. Führen im Namen der Arbeiter Verhandlungen. Diese gehen mehr oder weniger darauf ein. Höhere Löhne werden gezahlt. Der Mehraufwand schlägt sich nieder in höheren Preisen der Produkte, die jene, die um höhere Löhne kämpften, wieder zahlen müssen. Der Mehrbetrag, um den sich der Lohn erhöhte, also nur ein Durchlaufposten. Die Betriebsführung aber bleibt aussen vor. Geringer Verzicht, denn mehr bedürfte es oft nicht, ist nicht vorgesehen.

Damals wie heute sind sie sich nicht bewusst der Tatsache, dass ohne den Arbeiter nichts funktioniert. Ihr Wohlstand basiert auf der Hände Arbeit derer, über die sie sich stellen.

Reicher Mann und armer Mann standen da und sahn sich an. Da sagt der Arme bleich: Wär ich nicht arm, wärst du nicht reich.“ (Brecht)

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Donnerstag, 19. März 2026

"Des Brot ich ess, des Lied ich sing...?"

Im Zusammenhang mit der Eklat um die Vergabe des Deutschen Buchhandlungspreises stellt sich wieder einmal die Frage, ob der Staat durch Subventionen, die er in den Kulturbetrieb investiert, Einfluss nehmen darf auf Programmgestaltung und Inhalte kulturellen Schaffens. Zitat:  „Wer durch die  Kunst den Staat und seine Organe in Frage stellt, wird von der Vergabe staatlicher Unterstützung ausgenommen.“ Die Antwort muss eindeutig – NEIN – lauten. Auch wenn man sich dieses Begriffs nicht bedient, handelt es sich hier eindeutig um Zensur, was gem. Artikel 5 der Verfassung einen Bruch mit derselben darstellt und somit unter allem Umständen zu unterlassen ist. Die Terminologie des Kulturstaatsministers, dem die Worte des vorherigen Zitats entstammen, spielt vor allem rechtsnationalen Kräften in die Hände, die eben durch diese Form gestalterischer Einflussnahme Raum zu schaffen gedenken. Raum schaffen für  Propaganda und subtile Indoktrination im Sinne Ihrer ideologischen Arbeit, mit der sie ihrerseits den Staat und seine Grundwerte unterwandern.

Nachtrag:

Doppelmoral ist, wenn der Staat eine linkspolitische Buchhandlung als Feind der Verfassung von der Vergabe des Deutschen Buchpreises ausschließt, eine rechtsnationale Partei aber, die sich offen gegen den Staat und seine Organe stellt, als Verfassungskonform klassifiziert. Am 08. März 2022 wurden über die AfD mit allen Ihren Organen vom Verwaltungsgericht Köln der Verdachtsfall bestätigt, die genannte Partei stelle sich durch Ihre Politik gegen Demokratie, Rechtsstaat und Menschenrechte. Die Partei steht seither unter Beobachtung des Verfassungsschutzes. Trotz dieses Umstand setz sich die Finanzierung der AFD u.a. aus staatlichen Fördermitteln, die im letzten Jahr rund 10 Millionen Euro betrugen, zusammen.

Laut Aussage Wolfram Weimers, Beauftragter der Bundesregierung für Kultur und Medien, im Zusammenhang mit dem zuvor erwähnten Ausschluss linker Buchhandlungen von der Vergabe des Deutschen Buchhandlungspreises, kann eine Einrichtung, die sich gegen die Verfassung stellt, keine öffentlichen Fördermittel erhalten.



Samstag, 28. Juni 2025

Gedanken über soziales Netzwerken

"In der Soziologie bezeichnet soziales Netzwerk ein Netzwerk zwischen mehreren Personen, das als wechselseitiges Interaktionsgeflecht abgebildet wird"


Die Realität:

Sie sagen, es wird immer schwieriger,  in unserem Alter zu finden. Auf einander aufmerksam zu werden. Nutzen zu diesem Zweck die sogenannten sozialen Netzwerke, Partnerportale, die mittels Fotos und Erfolgsstorys  glücklicher Menschen ein Idyll versprechen, dass vordergründig dem kommerziellen Charakter dieser Portale dient. Sie hoffen, Aufmerksamkeit zu erlangen durch mehr oder weniger kreativ gestaltete Selbstdarstellungen. Suchen anhand aufgelisteter Interessen und Eigenschaften des anderen nach Übereinstimmungen, anhand derer sich eine Art anfängliche Sympathie ergibt.

Die Alternative:

Er saß am Nachbartisch, ihr schräg gegenüber. Trank seinen Kaffee, las die Zeitung. Er war auffallend gut gekleidet. Anhand der Bestellung, die er der Bedingung aufgab, erkannte sie eine ansprechende Stimme.Ein mildes, aber charmantes Lächeln, mit dem er die Freundlichkeit seiner Bestellung nach einen Stück Kuchen ergänzte. Als er seinen Blick zur Zeitung zurücklenkte, trafen sich ihre Blicke. Das Lächeln, ein leichtes Kopfnicken, galt nun ihr. Als aufmerksame Beobachterin  blieb es ihr nicht verborgen, dass er die Zeitung nicht mehr mit derselben Konzentration las wie zuvor.  Seine rechte Hand trug keinen Ring. Jetzt musste etwas erfolgen. Eine Art Offensive ihrerseits? Seinerseits? „Verzeihen sie, darf ich sie auf einen Kaffee einladen?“ Die Worte trafen sie fast unvermittelt, als sie sich in Gedanken verstieg, die nie der Realität hätten entsprechen können. Und doch geschah es...

Resümee

Keine Barriere eines kleines elektronischen Gerätes, mittels dessen man glaubt, der Welt und ihren Ereignissen näher zu sein. Die tatsächlich aber die Kluft zwischen den Menschen immer größer werden lässt. Nur das, was von dem Menschen selbst ausgeht.  Das ausgeht und empfangen wird durch mentale Wahrnehmung. Keine Listen, die man abarbeitet nach etwaigen Berührungspunkten und Merkmalen, die einem behagen oder eben nicht. Einfach nur das, was wir im Augenblick fühlen. Das Unerklärbare, das nicht unablässig nach Antworten sucht. Antworten, die in uns selbst liegen.

 

 

 

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Dienstag, 24. Juni 2025

Gedanken zum zivilen Ungehorsam.

Sie können Gesetze schaffen, die uns heißen, in ihrem Namen in den Krieg zu ziehen. Können uns befehlen, in blindem Gehorsam die Waffen auf Menschen zu richten. Zu töten. Sie können uns aber nicht zwingen, diesem Gehorsam nicht zu entsagen. Zwingen, keinen Widerstand zu leisten. Die Waffen nicht niederzulegen Dem Nächsten, sie nennen ihn Feind, nicht die Hand zu reichen. 

Sie verweisen auf das Pfand, das wir dem Staate schulden. Schulden wofür? Das jene, die durch das Wohlwollen des Souveräns in Amt und Würden gelangten, dieses Privileg schamlos missbrauchen?
Mein Appell richtet sich an jeden, der willens ist, sich zum Geschöpf einer menschenverachtenden Politik zu machen. Sich für diese Politik in Dienst zu stellen im Handwerk des Tötens. Ich werde mich keinem Gesetzt unterwerfen, dass mich zwingt, gegen meine persönliche Überzeugung im Sinne einer Globalen humanistisch, sozialen Gesellschaftsordnung zu handeln.

Ein Politiker, der sich nicht versteht auf die hohe Kunst der Diplomatie, ist für diese Position unqualifiziert.
Ich werde keine Gewalt ausüben im Sinne meiner Ideale. Schlage sie nicht mit Rohheit und Drohgebärden. Ich werde meine Hand nicht erheben, noch die Faust in der Tasche ballen. Ich werde der Dummheit mein eigenes Beispiel entgegenstellen.
Und kostete es mich meine Freiheit.